{"id":2108,"date":"2016-07-21T14:29:22","date_gmt":"2016-07-21T12:29:22","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.gastro-hero.de\/?p=2108"},"modified":"2020-08-24T10:55:48","modified_gmt":"2020-08-24T08:55:48","slug":"preise-kalkulieren-fuer-fortgeschrittene-selbstkosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/preise-kalkulieren-fuer-fortgeschrittene-selbstkosten\/","title":{"rendered":"Preise kalkulieren f\u00fcr Fortgeschrittene: Selbstkosten"},"content":{"rendered":"<p>Im zweiten Teil unserer Serie zur Kalkulation in der Gastronomie&nbsp;schauen wir uns an, wie Sie Ihre Kostenstruktur analysieren k\u00f6nnen. Das gibt Ihnen Kontrolle&nbsp;bei der&nbsp;Preisgestaltung und Flexibilit\u00e4t&nbsp;bei harter Konkurrenz.&nbsp;Anschlie\u00dfend werden&nbsp;Sie in der Lage sein, mit Hilfe unserer <a href=\"#download\">kostenlosen&nbsp;Excel Vorlage<\/a>&nbsp;schnell und komfortabel Ihre eigenen Selbstkosten zu berechnen.<\/p>\n<p>Die Selbstkosten helfen Ihnen bei einer risikofreien Preisgestaltung und eignen sich hervorragend, um Optimierungsm\u00f6glichkeiten im Betrieb offenzulegen. Es handelt sich hierbei um eine deutlich ausf\u00fchrlichere Kalkulation als im <a href=\"\/cheers\/preise-kalkulieren-fuer-einsteiger-einfache-aufschlagskalkulation\/\">ersten Teil<\/a>&nbsp;unserer Serie. Falls Sie die <a href=\"\/cheers\/preise-kalkulieren-fuer-einsteiger-einfache-aufschlagskalkulation\/\">&#8222;einfache Aufschlagskalkulation&#8220;<\/a> noch nicht kennen, empfehlen wir Ihnen, sich zun\u00e4chst mit dieser&nbsp;zu besch\u00e4ftigen.&nbsp;Es handelt sich um eine grundlegende und weit verbreitete Variante der Preiskalkulation in der Gastronomie &#8211; super geeignet f\u00fcr Gastro-Einsteiger und kleine Unternehmen.<\/p>\n<p><em><a href=\"\/cheers\/preise-kalkulieren-fuer-einsteiger-einfache-aufschlagskalkulation\/\">Hier geht es zum ersten Teil unserer Serie zur Kalkulation in der Gastronomie.<\/a><\/em><\/p>\n<p>Wie Sie jetzt wissen, ist die einfache Aufschlagskalkulation das beste Mittel, um schnell und unkompliziert eine Kalkulation durchzuf\u00fchren. Sie hat aber auch viele Nachteile.&nbsp;Besonders wichtig: Wir orientieren uns am eigenen Wareneinsatz. Daher kann es schwierig&nbsp;sein, Einsparungspotenziale im Betrieb offenzulegen. Und im Fall harter Konkurrenz ist es nicht m\u00f6glich, vern\u00fcnftige und kalkulierte Preissenkungen durchzuf\u00fchren ohne gleichzeitig den Wareneinsatz anzupassen.<\/p>\n<p>Denn in der Praxis l\u00e4uft es doch genau anders herum: Nicht der Wareneinsatz, sondern die Konkurrenz bestimmt den Preis. Dabei hilft es die eigene Kostenstruktur zu kennen.&nbsp;Und genau mit diesen sogenannten &#8222;Selbstkosten&#8220; besch\u00e4ftigen wir uns jetzt.<\/p>\n<h4>Inhalt:<\/h4>\n<ol>\n<li><a href=\"#selbstkosten-was\">Was sind Selbstkosten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#selbstkosten-wie\">Wie werden Selbstkosten berechnet?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#selbstkosten-materialkosten\">Materialkosten berechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#selbstkosten-fertigungskosten\">Fertigungskosten berechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#selbstkosten-verwaltungs-vertriebskosten\">Verwaltungs- und Vertriebskosten berechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#selbstkosten-gewinnrechnung\">Beispielrechnung: Gewinn &#8222;Burger Food Truck&#8220;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#download\">Kostenlose Excel Vorlage herunterladen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"#selbstkosten-was\">1. Was sind Selbstkosten?<\/h2>\n<p>Einfach gesagt sind Selbstkosten alle Kosten, die&nbsp;mit der Herstellung und dem Verkauf eines Produktes verbunden sind. Gro\u00dfer Praxis-Vorteil: Wenn Sie Ihre Selbstkosten kennen, k\u00f6nnen Sie den&nbsp;Verkaufspreis zum Beispiel bei Rabattaktionen oder aufgrund starker Konkurrenz bis zu Ihren Selbstkosten senken ohne Verluste zu schreiben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Selbstkosten = eigene Kosten durch&nbsp;Herstellung und Verkauf eines Produktes (= Gewinnschwelle)<\/em><\/p>\n<p>Gegen\u00fcber einem Konkurrenten, der lediglich die einfache Aufschlagskalkulation beherrscht, haben Sie also einen klaren Vorteil &#8211; nutzen Sie diesen! Bieten Sie ein besseres Preis-Leistungs Verh\u00e4ltnis um mehr Kunden zu gewinnen!<\/p>\n<h2 id=\"selbstkosten-wie\">2. Wie werden Selbstkosten berechnet?<\/h2>\n<p>Ganz Grundlegend setzen sich die Selbstkosten zun\u00e4chst aus folgenden vier Kategorien&nbsp;zusammen:&nbsp;den Materialkosten, Fertigungskosten, Verwaltungskosten und Vertriebskosten. Sie m\u00fcssen daher alle in Ihrem Betrieb anfallenden&nbsp;Kosten identifizieren und diese anschlie\u00dfend einer der genannten Kategorien zuordnen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Selbstkosten =&nbsp;Summe aus Material-, Fertigungs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten<\/em><\/p>\n<p>Da das einfacher gesagt, als getan ist&nbsp;und einige Dinge beachtet werden m\u00fcssen, rechnen&nbsp;wir hier&nbsp;zun\u00e4chst ein&nbsp;vereinfachtes Beispiel vor. Im Anschluss k\u00f6nnen&nbsp;Sie diese Kalkulation auf Ihren eigenen Betrieb anwenden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Ganz wichtig: Die Selbstkosten enthalten noch keine Mehrwertsteuer!&nbsp;Vergessen Sie bitte nicht, diese auf Ihren endg\u00fcltigen Verkaufspreis anzurechnen.<\/em><\/p>\n<p>Los geht&#8217;s mit den Materialkosten.<\/p>\n<h2 id=\"selbstkosten-materialkosten\">3.&nbsp;Materialkosten berechnen<\/h2>\n<figure id=\"attachment_2248\" aria-describedby=\"caption-attachment-2248\" style=\"width: 997px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2248 size-full\" src=\"https:\/\/blog.gastro-hero.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Materialkosten-e1469536873389.jpg\" alt=\"Materialkosten berechnen\" width=\"997\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Materialkosten-e1469536873389.jpg 997w, https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Materialkosten-e1469536873389-300x128.jpg 300w, https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Materialkosten-e1469536873389-768x327.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 997px) 100vw, 997px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2248\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/68711844@N07\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Michael Stern<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">CC BY-SA 2.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Materialkosten beinhalten&nbsp;alle Kosten, die&nbsp;durch die Verwendung und Lagerung von Lebensmitteln entstehen. Dabei unterscheidet man&nbsp;zwischen Kosten, die&nbsp;einer&nbsp;Speise oder einem Getr\u00e4nk direkt zugeordnet werden k\u00f6nnen und Kosten, die&nbsp;anteilig auf alle Gerichte verteilt werden m\u00fcssen. Man spricht daher von Einzelkosten und Gemeinkosten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Materialkosten =&nbsp;Materialeinzelkosten + Materialgemeinkosten<\/em><\/p>\n<p>Die&nbsp;Materialeinzelkosten lassen sich sehr&nbsp;einfach berechnen. Sie entsprechen n\u00e4mlich Ihrem&nbsp;<em>Wareneinsatz<\/em>.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Materialeinzelkosten = Wareneinsatz<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr&nbsp;unseren&nbsp;<a href=\"\/cheers\/preise-kalkulieren-fuer-einsteiger-einfache-aufschlagskalkulation\/\">ersten&nbsp;Teil<\/a> zur Preiskalkulation in der Gastronomie hat Fernsehkoch und Gastro-Experte <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/wahialex\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Alexander Wahi<\/a>&nbsp;einen Premium Burger mit sehr hochwertigen Lebensmitteln kreiert. In unserem&nbsp;Beispiel entsteht daher ein relativ hoher Wareneinsatz von 2,44 Euro netto je&nbsp;verkauftem Burger. Wir addieren einen angenommenen Verschnitt von 5%. F\u00fcr unsere Selbstkosten-Rechnung ergeben sich so folgende Materialeinzelkosten:<\/p>\n<h4>Rechenweg Selbstkosten (fortlaufend):<\/h4>\n<table style=\"text-align: center;width: 100%;max-width: 550px;padding: 10px;border-bottom-style: hidden;margin-bottom: 35px\" rules=\"rows\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea\">\n<td style=\"width: 10%\"><\/td>\n<td style=\"width: 50%\"><strong>Kostenart<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 20%\"><strong>Zuschlag<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 20%\"><strong>Wert (netto)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialeinzelkosten<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>2,57<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>N\u00e4chster Schritt: Materialgemeinkosten. Hierf\u00fcr werden alle Kosten zusammengetragen, welche nicht direkt einer Speise zugeordnet werden k\u00f6nnen. Welche Punkte hier zusammenkommen, h\u00e4ngt stark vom jeweiligen Betrieb ab.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Materialgemeinkosten&nbsp;sind z.B.&nbsp;Strom-, Lagerungs-, Lieferungs- und Abschreibungskosten.<\/em><\/p>\n<p>Wir gehen in unserem vereinfachten Beispiel von einem Food Truck Szenario aus und reduzieren die Gemeinkosten f\u00fcr einen einfacheren Rechenweg auf wenige Punkte. Alle Werte sind gesch\u00e4tzt und dienen lediglich dazu, das Vorgehen anschaulich zu machen.<\/p>\n<ul>\n<li>Miete Foodtruck&nbsp;(anteilig, 50%) = 1500 Euro<\/li>\n<li>Energiekosten f\u00fcr Lagerung und K\u00fchlung =&nbsp;200 Euro<\/li>\n<li>Abschreibungen&nbsp;Lagerungs- und K\u00fchlger\u00e4te = 100 Euro<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das ergibt Materialgemeinkosten von 1800 Euro monatlich&nbsp;\/&nbsp;60 Euro t\u00e4glich (bei 30 Werktagen).<\/p>\n<p>Die Liste f\u00fcr Ihren Betrieb wird jedoch viel umfangreicher ausfallen. \u00dcberlegen Sie sehr lange und gr\u00fcndlich, welche Kosten hier noch anfallen k\u00f6nnten. Letztendlich m\u00fcssen sich <em>alle<\/em> Kostentr\u00e4ger Ihres Betriebes in einer der vier genannten&nbsp;Kategorien wiederfinden. Am besten gehen Sie hierf\u00fcr Ihre monatlichen Kostentr\u00e4ger durch und ordnen&nbsp;diese den einzelnen Kategorien zu. Ein paar weitere Beispiele f\u00fcr Materialgemeinkosten sind:<\/p>\n<ul>\n<li>eventuelle Lieferkosten f\u00fcr Lebensmittel<\/li>\n<li>Benzinkosten (zu 50%)<\/li>\n<li>Kosten f\u00fcr Stellpl\u00e4tze&nbsp;(zu 50%)<\/li>\n<li>usw&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nachdem wir die Materialgemeinkosten des Burger Foodtrucks kennen, m\u00fcssen wir uns diese nat\u00fcrlich \u00fcber den Burgerpreis wieder reinholen.&nbsp;Denn schlie\u00dflich geht es bei dieser Kalkulation darum, alle im Betrieb anfallenden Kosten zu identifizieren und im Anschluss&nbsp;\u00fcber den Verkaufspreis <em>mindestens<\/em>&nbsp;auszugleichen. Da wir die Gemeinkosten nicht einem einzigen Gericht zuordnen k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir diese gleichm\u00e4\u00dfig auf alle Gerichte verteilen. Hierf\u00fcr multipliziert man&nbsp;die Einzelkosten mit einem prozentualen Zuschlagssatz, welcher bei den Material- und Fertigungskosten wie folgt berechnet wird:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Zuschlagssatz = (Gemeinkosten \u00f7 Anzahl beteiligter Gerichte) \u00f7&nbsp;(Einzelkosten \u00d7 verkaufte Portionen)<\/em><\/p>\n<p>Setzen wir hier unsere bereits ermittelten Werte ein und gehen von 100 verkauften Burgern am Tag aus,&nbsp;ergibt sich folgender Rechenweg:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Zuschlagssatz Materialkosten = (60 Euro&nbsp;\u00f7 1) \u00f7&nbsp;(2,57 Euro \u00d7 100) = 0,2332 = 23,3 %<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Erl\u00e4uterung: Die Materialgemeinkosten belaufen sich auf 60 Euro je&nbsp;Tag bei 30 Werktagen (1800 Euro im Monat).&nbsp;Die Anzahl der beteiligten Gerichte beschr\u00e4nkt sich in unserem Beispiel lediglich auf unseren&nbsp;Burger.&nbsp;Das ist nat\u00fcrlich ein sehr reduziertes Beispiel. Jedes&nbsp;weitere&nbsp;Angebot&nbsp;auf der Speisekarte w\u00fcrde den Wert hier erh\u00f6hen &#8211; bei Burger und Pommes zum Beispiel auf&nbsp;(60 Euro&nbsp;\u00f7 2). <\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr unsere Selbstkosten ergibt sich somit:<\/p>\n<h4>Rechenweg Selbstkosten (fortlaufend):<\/h4>\n<table style=\"text-align: center;width: 100%;max-width: 550px;padding: 10px;border-bottom-style: hidden;margin-bottom: 35px\" rules=\"rows\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea\">\n<td style=\"width: 10%\"><\/td>\n<td style=\"width: 50%\"><strong>Kostenart<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 20%\"><strong>Zuschlag<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 20%\"><strong>Wert (netto)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialeinzelkosten<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>2,57<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td>+<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialgemeinkosten<\/td>\n<td>23,3%<\/td>\n<td>0,60<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea;border-bottom-style: hidden\">\n<td>=<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialkosten<\/td>\n<td><\/td>\n<td>3,17<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Alleine durch die Materialkosten entstehen&nbsp;uns f\u00fcr die&nbsp;Herstellung eines Burgers folglich 3,17 Euro netto.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht: Die erste der vier Kosten-Kategorien und den gr\u00f6\u00dften Teil der Arbeit h\u00e4tten Sie&nbsp;damit geschafft. Denn auch wenn noch drei Kostenarten vor Ihnen&nbsp;liegen, wiederholen sich die meisten der bisher vorgestellten Arbeitsschritte. Weiter geht es also mit den Fertigungskosten.<\/p>\n<h2 id=\"selbstkosten-fertigungskosten\">4.&nbsp;Fertigungskosten berechnen<\/h2>\n<figure id=\"attachment_2315\" aria-describedby=\"caption-attachment-2315\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2315\" src=\"https:\/\/blog.gastro-hero.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Fertigungskosten-e1469547675638.jpg\" alt=\"Fertigungskosten berechnen\" width=\"1000\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Fertigungskosten-e1469547675638.jpg 1000w, https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Fertigungskosten-e1469547675638-300x128.jpg 300w, https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Fertigungskosten-e1469547675638-768x326.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2315\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/franklinheijnen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Franklin Heijnen<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">CC BY-SA 2.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Wie der Name vermuten l\u00e4sst, entstehen Fertigungskosten, wenn Lebensmittel weiterverarbeitet werden. Wie auch bei den Materialkosten unterscheidet man hier zwischen Einzel- und Gemeinkosten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Fertigungskosten&nbsp;=&nbsp;Fertigungseinzelkosten + Fertigungsgemeinkosten<\/em><\/p>\n<p>Das grundlegende Vorgehen ist Ihnen bereits bekannt. Denn die Kalkulation der Fertigungskosten l\u00e4uft fast genauso ab, wie&nbsp;die&nbsp;der Materialkosten. Wir&nbsp;identifizieren also zun\u00e4chst die&nbsp;Einzelkosten. Diese lassen sich wieder recht schnell eingrenzen. Denn hier fallen lediglich die anteiligen Lohnkosten f\u00fcr die K\u00fcche und den Service&nbsp;an. Das hei\u00dft also: Je schneller Sie Ihre&nbsp;Gerichte herstellen und verkaufen, desto geringer fallen ihre&nbsp;Fertigungseinzelkosten&nbsp;aus. Hei\u00dft mehr Gewinne f\u00fcr Sie oder niedrigere Verkaufspreise f\u00fcr Ihre Kunden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Schnellere Zubereitung&nbsp;= weniger Fertigungseinzelkosten&nbsp;= niedrigere&nbsp;Preise o.&nbsp;mehr Gewinn<\/em><\/p>\n<p>Prinzipiell k\u00f6nnen Sie f\u00fcr die Kalkulation der Fertigungseinzelkosten auf zwei Arten vorgehen. Der aufwendigere, aber auch&nbsp;genauere Weg ist es, die durchschnittliche Zubereitungszeit f\u00fcr jedes&nbsp;Gericht zu ermitteln. Anschlie\u00dfend verrechnen Sie diese mit dem Stundenlohn eines Kochs. Diese Schritte wiederholen Sie f\u00fcr den Service und erhalten so die Fertigungseinzelkosten jedes Gerichts.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Version 1: Fertigungseinzelkosten = durchschn.&nbsp;Zubereitungs- und Servicezeit je Gericht&nbsp;\u00d7 entsprechender Lohn<\/em><\/p>\n<p>Nachteil: Bei&nbsp;vielen Gerichten wird die Berechnung sehr aufwendig.&nbsp;Vielleicht nutzen Sie diese Gelegenheit einfach, um Ihre Speisekarte zu reduzieren.&nbsp;Ein paar <a href=\"\/cheers\/5-tricks-fuer-mehr-umsatz-mit-der-speiskarte\/\">Tipps<\/a> hierf\u00fcr haben wir Ihnen bereits in einem <a href=\"\/cheers\/5-tricks-fuer-mehr-umsatz-mit-der-speiskarte\/\">anderen Blogpost<\/a> bereitgestellt.&nbsp;Au\u00dferdem werden in dieser Berechnung solche Zeiten vernachl\u00e4ssigt, in denen Ihre K\u00f6che nicht mit der Zubereitung eines Gerichts besch\u00e4ftigt sind. Daher werden sie zwangsl\u00e4ufig einen Teil der Lohnkosten f\u00fcr das Kochpersonal auf die Fertigungs<em>gemein<\/em>kosten aufschlagen m\u00fcssen, um am Ende alle Ausgaben zu decken.<\/p>\n<p>Schneller geht es, wenn Sie den Lohn&nbsp;der&nbsp;Angestellten in K\u00fcche und Service durch die durchschnittliche Menge <em>aller<\/em>&nbsp;verkauften Gerichte in Ihrem Betrieb teilen. Der Rechenweg hierf\u00fcr sieht wie folgt aus:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Version 2: Fertigungseinzelkosten = (Lohn K\u00fcche und Service \u00f7 Anzahl beteiligter Gerichte) \u00f7 verk. Portionen<\/em><\/p>\n<p>Nachteil: Mit nur wenigen Verkaufs-Daten wird Ihre Berechnung hier schnell sehr ungenau. Im besten Fall greifen&nbsp;Sie f\u00fcr diese vereinfachte Berechnung auf Daten zur\u00fcck, welche auch Faktoren wie nat\u00fcrliche und saisonale Schwankungen im Absatz ber\u00fccksichtigen. Wie viele Daten notwendig sind, h\u00e4ngt vom jeweiligen Betrieb ab. Stellen&nbsp;Sie auf jeden Fall sicher, dass ihre Verkaufszahlen nicht zu optimistisch ausfallen. Ansonsten k\u00f6nnten Sie ihre Selbstkosten sehr schnell verzerren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Tipp: \u00dcberpr\u00fcfen Sie ihre Selbstkosten regelm\u00e4\u00dfig. Nur so k\u00f6nnen Sie sich rechtzeitig an&nbsp;Ver\u00e4nderungen in Ihrer Kostenstruktur anpassen. Mit unserer <a href=\"#download\">praktischen Excel Vorlage<\/a>&nbsp;gelingt das in nur wenigen Minuten.<\/em><\/p>\n<p>Wenn Sie noch nicht auf gen\u00fcgend Informationen zu ihren Verkaufszahlen zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen, empfehlen wir das erste Verfahren. Sollten Sie dennoch&nbsp;auf Sch\u00e4tzungen zur\u00fcckgreifen wollen, sollten Sie <em>unbedingt<\/em> in kurzen Abst\u00e4nden \u00fcberpr\u00fcfen, ob diese&nbsp;Sch\u00e4tzungen auch mit den realen Verkaufszahlen \u00fcbereinstimmen. Ansonsten kann&nbsp;passieren, dass Sie hier viel Geld verlieren.<\/p>\n<p>In unserem Beispiel haben wir uns hier f\u00fcr die zweite Version entschieden. Bei monatlichen Lohnkosten von insgesamt 4000 Euro&nbsp;und dem bisher angenommenen&nbsp;Absatz von 100 Portionen am Tag, kommen wir somit auf folgende Fertigungseinzelkosten:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Fertigungseinzelkosten =&nbsp;(133,33 Euro <em>\u00f7<\/em>&nbsp;1) \u00f7 100 = 1,33 Euro<\/em><\/p>\n<p>Anhand dieser Rechnung l\u00e4sst sich schnell erkennen, dass mit h\u00f6herem Absatz auch die Fertigungseinzelkosten sinken. Zusammenfassend&nbsp;wird deutlich, dass sich eine&nbsp;schnellere Zubereitung&nbsp;und h\u00f6here Verkaufszahlen sehr positiv auf&nbsp;Ihre Fertigungskosten auswirken.<\/p>\n<h4>Rechenweg Selbstkosten (fortlaufend):<\/h4>\n<table style=\"text-align: center;width: 100%;max-width: 550px;padding: 10px;border-bottom-style: hidden;margin-bottom: 35px\" rules=\"rows\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea\">\n<td style=\"width: 10%\"><\/td>\n<td style=\"width: 50%\"><strong>Kostenart<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 20%\"><strong>Zuschlag<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 20%\"><strong>Wert (netto)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialeinzelkosten<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>2,44<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td>+<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialgemeinkosten<\/td>\n<td>24,6%<\/td>\n<td>0,60<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea;border-bottom-style: hidden\">\n<td>=<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialkosten<\/td>\n<td><\/td>\n<td>3,04<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Fertigungseinzelkosten<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>1,33<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Kommen wir also zu den Fertigungsgemeinkosten. Das Prinzip ist auch hier dasselbe: Sammeln Sie alle Kosten, welche durch die Weiterverarbeitung von Lebensmitteln entstehen und sich nicht direkt auf ein Gericht anrechnen lassen.&nbsp;Anschlie\u00dfend verteilen Sie diese Kosten \u00fcber einen Zuschlag gleichm\u00e4\u00dfig auf Ihren Verkaufspreis. In unserem Beispiel haben wir uns f\u00fcr folgende Fertigungsgemeinkosten entschieden:<\/p>\n<ul>\n<li>Miete Foodtruck&nbsp;(anteilig, 50%) = 1500 Euro<\/li>\n<li>Energiekosten f\u00fcr Zubereitung = 300 Euro<\/li>\n<li>Abschreibungen f\u00fcr Pfannen, Kochger\u00e4te &amp; Co. = 200 Euro<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das ergibt Fertigungsgemeinkosten von 2000 Euro monatlich&nbsp;\/&nbsp;66,67&nbsp;Euro t\u00e4glich (bei 30 Werktagen).<\/p>\n<p>Wie auch bei den Materialgemeinkosten wird Ihre Liste hier sehr viel l\u00e4nger ausfallen. Wie gesagt: Machen Sie sich lange und gr\u00fcndlich Gedanken dar\u00fcber, welche Posten in Ihrem Betrieb noch anfallen. Zur Inspiration hier&nbsp;noch ein paar weitere denkbare Kostentr\u00e4ger:<\/p>\n<ul>\n<li>Verschnitt (Lebensmittel)<\/li>\n<li>Benzinkosten (zu 50%)<\/li>\n<li>Kosten f\u00fcr Stellpl\u00e4tze&nbsp;(zu 50%)<\/li>\n<li>usw&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Den n\u00e4chsten Schritt kennen Sie bereits. Nachdem wir nun alle Fertigungsgemeinkosten addiert haben, wird deren Zuschlag berechnet und mit den Einzelkosten multipliziert. Dabei kommt die gleiche Formel zum Einsatz, welche wir schon bei den Materialgemeinkosten eingesetzt haben. Der Zuschlagsatz&nbsp;f\u00e4llt in unserem Fall wie folgt aus:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Zuschlagssatz = (Gemeinkosten \u00f7 Anzahl beteiligter Gerichte) \u00f7&nbsp;(Einzelkosten \u00d7 verkaufte Portionen)<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Zuschlagssatz Fertigungskosten = (66.67 Euro&nbsp;\u00f7 1) \u00f7&nbsp;(1,33 Euro \u00d7 100) = 0,5 = 50&nbsp;%<\/em><\/p>\n<p>Damit haben wir den n\u00e4chsten Kostenpunkt&nbsp;unser Selbstkosten berechnet.<\/p>\n<h4>Rechenweg Selbstkosten (fortlaufend):<\/h4>\n<table style=\"text-align: center;width: 100%;max-width: 550px;padding: 10px;border-bottom-style: hidden;margin-bottom: 35px\" rules=\"rows\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea\">\n<td style=\"width: 10%\"><\/td>\n<td style=\"width: 50%\"><strong>Kostenart<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 20%\"><strong>Zuschlag<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 20%\"><strong>Wert (netto)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialeinzelkosten<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>2,57<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td>+<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialgemeinkosten<\/td>\n<td>24,6%<\/td>\n<td>0,60<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea;border-bottom-style: hidden\">\n<td>=<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialkosten<\/td>\n<td><\/td>\n<td>3,17<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Fertigungseinzelkosten<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>1,33<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td>+<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Fertigungsgemeinkosten<\/td>\n<td>50%<\/td>\n<td>0,67<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea;border-bottom-style: hidden\">\n<td>=<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Fertigungskosten<\/td>\n<td><\/td>\n<td>2,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea;border-bottom-style: hidden\">\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Herstellungskosten (Mat.K. + Ftg.K.)<\/td>\n<td><\/td>\n<td>5,17<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Summe aus Material- und Fertigungskosten ergibt somit Herstellungskosten von insgesamt 5,17 Euro netto. Damit ist der gr\u00f6\u00dfte Teil geschafft. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten lassen sich n\u00e4mlich deutlich schneller berechnen.<\/p>\n<h2 id=\"selbstkosten-verwaltungs-vertriebskosten\">5.&nbsp;Verwaltungs- und Vertriebskosten berechnen<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2349\" src=\"https:\/\/blog.gastro-hero.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Verwaltungs-Vertriebskosten-e1469620384566.jpg\" alt=\"Verwaltungskosten Vertriebskosten\" width=\"1000\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Verwaltungs-Vertriebskosten-e1469620384566.jpg 1000w, https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Verwaltungs-Vertriebskosten-e1469620384566-300x128.jpg 300w, https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Verwaltungs-Vertriebskosten-e1469620384566-768x326.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Der Vorteil bei der Berechnung dieser letzten beiden Kategorien&nbsp;ist, dass wir es hier mit weniger Kostenpunkten zu tun haben und es sich durchweg&nbsp;um Gemeinkosten handelt.&nbsp;Zu den Verwaltungsgemeinkosten z\u00e4hlen zum Beispiel Ihre&nbsp;Versicherungen, Telefonkosten und B\u00fcrobedarf. F\u00fcr dieses Beispiel gelten folgende Werte:<\/p>\n<ul>\n<li>Versicherungen etc. = 300&nbsp;Euro<\/li>\n<li>Fahrzeugkosten =&nbsp;200 Euro<\/li>\n<li>Porto \/ Telefon =&nbsp;100 Euro<\/li>\n<li>B\u00fcrobedarf =&nbsp;25 Euro<\/li>\n<li>Rechts-Beratung =&nbsp;350 Euro<\/li>\n<\/ul>\n<p>Macht insgesamt 975 Euro im Monat und 32,50 Euro am Tag&nbsp;(bei 30 Werktagen).<\/p>\n<p>Unter Vertriebskosten fallen haupts\u00e4chlich die Ausgaben f\u00fcr Werbung. Also zum Beispiel Flyer, Poster, Radiowerbung und so weiter. Wir rechnen hier mit einer monatlichen Pauschale von 500 Euro f\u00fcr Werbe- und Reisekosten. Die t\u00e4glichen Vertriebsgemeinkosten fallen entsprechend mit 16,67 Euro an.<\/p>\n<p>Wie auch bei allen bisherigen Gemeinkosten werden diese \u00fcber einen Zuschlag wieder eingenommen. Da wir bei den Verwaltungs- und Vertriebskosten keine Einzelkosten berechnen, f\u00e4llt die Formel zur Berechnung des Zuschlags anders aus. Als Orientierung dienen die bereits ermittelten Herstellungskosten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Zuschlagssatz Verwaltungs- und Vertriebskosten = Gemeinkosten \u00f7 (Herstellungskosten&nbsp;\u00d7 verkaufte Portionen)<\/em><\/p>\n<p>In unserem Beispiel ergeben sich daher folgende Zuschlagss\u00e4tze:<\/p>\n<p><em>Zuschlagssatz Verwaltungskosten = 32,50 Euro <em>\u00f7<\/em>&nbsp;(5,17 Euro \u00d7 100) = 0,0628 = 6,3 %<\/em><\/p>\n<p><em>Zuschlagssatz Vertriebskosten = 16,67 Euro&nbsp;\u00f7&nbsp;(5,17 Euro \u00d7 100) = 0,0322 = 3,2&nbsp;%<\/em><\/p>\n<p>Wenn wir diese Zuschl\u00e4ge in unseren Rechenweg f\u00fcr die Selbstkosten eintragen, haben wir nun endlich unsere Selbstkosten ermittelt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Tipp: Sparen Sie sich viel Zeit bei der Kalkulation Ihrer Selbstkosten. Unsere <a href=\"#download\">kostenlose Excel Vorlage<\/a> nimmt Ihnen die meiste Arbeit ab.<\/em><\/p>\n<h4>Rechenweg Selbstkosten:<\/h4>\n<table style=\"text-align: center;width: 100%;max-width: 550px;padding: 10px;border-bottom-style: hidden;margin-bottom: 35px\" rules=\"rows\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea\">\n<td style=\"width: 10%\"><\/td>\n<td style=\"width: 50%\"><strong>Kostenart<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 20%\"><strong>Zuschlag<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 20%\"><strong>Wert (netto)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialeinzelkosten<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>2,57<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td>+<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialgemeinkosten<\/td>\n<td>23,3%<\/td>\n<td>0,60<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea;border-bottom-style: hidden\">\n<td>=<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Materialkosten<\/td>\n<td><\/td>\n<td>3,17<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Fertigungseinzelkosten<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>1,33<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td>+<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Fertigungsgemeinkosten<\/td>\n<td>50%<\/td>\n<td>0,67<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea;border-bottom-style: hidden\">\n<td>=<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Fertigungskosten<\/td>\n<td><\/td>\n<td>2,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea;border-bottom-style: hidden\">\n<td><\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Herstellungskosten (Mat.K. + Ftg.K.)<\/td>\n<td><\/td>\n<td>5,17<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td>+<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Verwaltungsgemeinkosten<\/td>\n<td>6,3%<\/td>\n<td>0,33<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-bottom-style: hidden\">\n<td>+<\/td>\n<td style=\"text-align: left\">Vertriebsgemeinkosten<\/td>\n<td>3,2%<\/td>\n<td>0,17<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #eaeaea;border-bottom-style: hidden\">\n<td><strong>=<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: left\"><strong>Selbstkosten<\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<td><strong>5,66<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Somit wissen wir nun, dass uns durch jeden Verkauf eines Burgers insgesamt 5,66 Euro netto an Selbstkosten entstehen. Zum Vergleich: Mit der einfachen Aufschlagskalkulation kommen wir auf einen Verkaufspreis von 9,76&nbsp;Euro (2,44 Euro \u00d7 400%). Durch die intensive Auseinandersetzung mit der Kostenstruktur Ihres Betriebes, haben Sie jedoch eine viel bessere Kontrolle \u00fcber Ihre Preisgestaltung. Mindestens&nbsp;der Spielraum zwischen 6,74 Euro brutto (5,66 Euro netto Selbstkosten + 1,08 Euro Mehrwertsteuer) und 9,76&nbsp;Euro brutto steht Ihnen damit zur Verf\u00fcgung!<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich lassen sich alle hier verwendeten Variablen ersetzen oder optimieren. Sie wissen nun&nbsp;welchen Anteil welche Einzel- und Gemeinkosten an Ihren Selbstkosten ausmachen. Damit lassen sich zum Beispiel die Fertigungseinzelkosten (Zubereitungszeit) optimieren, wenn Ihnen dies sinnvoll erscheint. Statt nur am Wareneinsatz zu schrauben, haben Sie so&nbsp;ein Vielfaches an M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Wir haben Ihnen hierzu eine <a href=\"#download\">Vorlage<\/a>&nbsp;gebaut, mit dem Sie sehr einfach verschiedene \u00c4nderungen an unserer Beispielrechnung vornehmen k\u00f6nnen.&nbsp;Sie k\u00f6nnen dieses sogar nutzen, um die Selbstkosten f\u00fcr Ihren eigenen Betrieb zu berechnen. Zur Veranschaulichung haben wir f\u00fcr Sie&nbsp;hier au\u00dferdem eine Gewinnberechnung f\u00fcr unser Food Truck Beispiel durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<h2 id=\"selbstkosten-gewinnrechnung\">6.&nbsp;Beispiel: Gewinnberechnung &#8222;Burger Food Truck&#8220;<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2354\" src=\"https:\/\/blog.gastro-hero.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Beispielrechnung-Gewinn-e1469624529263.jpg\" alt=\"Beispielrechnung Gewinn Foodtruck\" width=\"1000\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Beispielrechnung-Gewinn-e1469624529263.jpg 1000w, https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Beispielrechnung-Gewinn-e1469624529263-300x128.jpg 300w, https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Beispielrechnung-Gewinn-e1469624529263-768x326.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Nehmen wir nun&nbsp;an, unser Food Truck wurde er\u00f6ffnet und l\u00e4uft gut an. Am Tag verkaufen wir wie geplant 100 Burger. Als Verkaufspreis haben wir 6,51 Euro netto (7,75 Euro brutto) angesetzt.&nbsp;Pommes und Getr\u00e4nke wurden in dieser Rechnung zu den Selbstkosten ausgeklammert. Daher muss&nbsp;der Verkaufspreis des Burgers relativ hoch ausfallen. Wie sie jetzt wissen, w\u00fcrden Beilagen und andere Getr\u00e4nke&nbsp;die Gemeinkosten auf mehr Produkte verteilen und damit unsere Selbstkosten f\u00fcr den Burger deutlich senken.<\/p>\n<p>Es ergeben sich folgende Gewinne:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Gewinn (Tag) = (Einnahmen \u2212 Selbstkosten) = (6,51 \u00d7&nbsp;100 \u2212 5,66 \u00d7&nbsp;100) = 84,58&nbsp;Euro (\u2212 Unternehmerlohn!)<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><em>Gewinn (Monat) = Gewinn (Tag) \u00d7 Werktage = 84,58&nbsp;Euro \u00d7 30 = 2537,50 Euro (\u2212 Unternehmerlohn!)<\/em><\/p>\n<p>Und da haben Sie es! Mit Hilfe der Selbstkosten ist es m\u00f6glich, die erwarteten Gewinne Ihres Betriebes zu kalkulieren&nbsp;und mit den real erwirtschafteten Gewinnen zu vergleichen. Ganz wichtig dabei: Vergessen Sie auf keinen Fall Ihren Unternehmerlohn! Denn selbst Gastronomen m\u00fcssen ja von irgendetwas Leben.<\/p>\n<p>Jetzt sind Sie bereit, auch Ihre eigenen Selbstkosten zu berechnen!<\/p>\n<p>Haben Sie noch weitere Fragen zur Kalkulation in der Gastronomie oder den Selbstkosten? Schreiben Sie es uns in die Kommentare! Wir versuchen, jede Ihrer Fragen zu beantworten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem finden Sie in unserem kostenlosen eBook in Kooperation mit den GastroPiraten alle <a href=\"http:\/\/www.gastro-piraten.de\/kalkulation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Grundlagen der Kalkulation<\/a> auf 33 Seiten f\u00fcr Sie aufbereitet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gastro-piraten.de\/kalkulation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/mockup-ebook_16-9_ohne-Beschreibungstext-1024x576.jpg\" alt=\"mockup-ebook_16-9_ohne-beschreibungstext\" width=\"1000\" height=\"425\"><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 id=\"download\">\u25b6 Jetzt zum Newsletter anmelden und Excel&nbsp;Vorlage zur Selbstkostenkalkulation herunterladen<\/h2>\n\n\t<section id=\"yikes-mailchimp-container-1\" class=\"yikes-mailchimp-container yikes-mailchimp-container-1 \">\n\t\t\t\t<form id=\"premium-content-selbstkosten-kalkulation-1\" class=\"yikes-easy-mc-form yikes-easy-mc-form-1  mailchimp\" action=\"\" method=\"POST\" data-attr-form-id=\"1\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<label for=\"EMAIL\"  class=\"EMAIL-label yikes-mailchimp-field-required\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- dictate label visibility -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"EMAIL-label\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tE-Mail\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<input id=\"yikes-easy-mc-form-1-EMAIL\"  name=\"EMAIL\"  placeholder=\"E-Mail Adresse\"  class=\"yikes-easy-mc-email \"  required=\"required\" type=\"email\"  value=\"\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- description -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"form-field-description\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<small>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tWir senden Ihnen den Download-Link zur Excelvorlage per E-Mail zu.\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/small>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/label>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<label for=\"FNAME\"  class=\"FNAME-label\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- dictate label visibility -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"FNAME-label\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tVorname\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<input id=\"yikes-easy-mc-form-1-FNAME\"  name=\"FNAME\"  placeholder=\"Vorname\"  class=\"yikes-easy-mc-text \"   type=\"text\"  value=\"\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- description -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/label>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<label for=\"LNAME\"  class=\"LNAME-label\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- dictate label visibility -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"LNAME-label\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tName\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<input 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