{"id":3550,"date":"2017-10-20T08:20:12","date_gmt":"2017-10-20T06:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/?p=3550"},"modified":"2020-08-24T10:42:26","modified_gmt":"2020-08-24T08:42:26","slug":"wie-wird-man-eigentlich-koch-fragen-zur-kochausbildung-beantwortet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/wie-wird-man-eigentlich-koch-fragen-zur-kochausbildung-beantwortet\/","title":{"rendered":"Wie wird man eigentlich Koch?"},"content":{"rendered":"<p>In Deutschland gibt es rund 440.000 K\u00f6che. Doch wie wird man eigentlich Koch? Wir haben mit Joachim Motzfeld, der die Kochausbildung am Berufskolleg Ehrenfeld in K\u00f6ln leitet, gesprochen. Er verr\u00e4t p\u00fcnktlich zum Tag der K\u00f6che am 20.10., was Nachwuchsk\u00f6che in der Ausbildung erwarten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Die wichtigste Frage gleich vorweg: Werden K\u00f6che gerade gesucht oder ist es schwer einen Arbeitsplatz zu finden?<\/strong><strong> F\u00fcr Ausbildungssuchende ist das ein bedeutendes Entscheidungskriterium. <\/strong><\/p>\n<p>Die Situation f\u00fcr Ausbildungs- und Berufssuchende ist aktuell auf einem historisch guten Stand: Es gibt mehr Ausbildungsstellen als Bewerber und auch nach der Ausbildung haben K\u00f6che durch den Fachkr\u00e4ftemangel gute Chancen. Das Ansehen des Kochberufs ist in den letzten drei bis vier Jahren leider gesunken, sodass Betriebe Schwierigkeiten haben, kompetente Auszubildende zu finden. Gerade in den l\u00e4ndlichen Regionen sinkt das Interesse am Beruf des Kochs. Das f\u00fchrt wiederum dazu, dass die Zahl an Tests, die ein Bewerber vor der Ausbildung machen muss, abnimmt. In den meisten F\u00e4llen erfolgt vor der Einstellung ein Probetag, das ist zu einer \u00fcblichen Routine im Einstellungsprozess geworden.<\/p>\n<p><strong>Welche Voraussetzungen sollte der Bewerber f\u00fcr die Kochausbildung mitbringen? Sind Talente in bestimmten F\u00e4chern oder ein bestimmter Schulabschluss von Vorteil?<\/strong><\/p>\n<p>Formell reicht ein Hauptschulabschluss f\u00fcr den Antritt der Ausbildung aus. Hier kommt es aber auch auf die Qualit\u00e4t des Abschlusses an, schlie\u00dflich sollte der Auszubildende auch in der Lage sein, die schulischen Pr\u00fcfungen zu meistern. Ein mittlerer Bildungsabschluss ist daher von Vorteil. Der Kochberuf ist ein Handwerk und daher auch bei der IHK angesiedelt. Dementsprechend sollte ein gewisses handwerkliches Geschick zum Erlernen von Arbeitsabl\u00e4ufen vorhanden sein. Au\u00dferdem sollte der Auszubildende f\u00fcr den kaufm\u00e4nnischen Teil der Ausbildung mit Zahlen umgehen k\u00f6nnen. Unabdingbar ist zudem eine hohe Stresstoleranz und Motivation dazu abends und am Wochenende zu arbeiten. Insgesamt ist die Leidenschaft f\u00fcr diesen Beruf jedoch die wichtigste Voraussetzung.<\/p>\n<p><strong>Oftmals haben Auszubildende zu Anfang falsche Vorstellungen von Ihrem Ausbildungsberuf. Gibt es bei der Kochausbildung typische F\u00e4lle von falschen Vorstellungen die nicht erf\u00fcllt werden?<\/strong><\/p>\n<p>Das ist tats\u00e4chlich ein gro\u00dfes Problem. Zum einen erwarten viele Auszubildende sofort au\u00dfergew\u00f6hnliche Eigenkreationen entwerfen zu k\u00f6nnen, wie sie es aus Kochshows im Fernsehen kennen. Zum anderen werden die Arbeitszeiten oft untersch\u00e4tzt. Damit kommt es zu einem gro\u00dfen Defizit zwischen Erwartungen und Realit\u00e4t, was letztendlich auch zu vielen Ausbildungsabbr\u00fcchen&nbsp;f\u00fchrt. Wer sich f\u00fcr eine Kochausbildung entscheidet, sollte sich dar\u00fcber bewusst sein, dass er zun\u00e4chst ganz unten anf\u00e4ngt und der Weg zum Spitzenkoch lang ist. Gerade in der Hotellerie und bei gro\u00dfen Veranstaltungen wird oft auf Convenience-Gerichte zur\u00fcckgegriffen. Auszubildende sind hierbei vielmehr in der Vorbereitung eingespannt und bekommen selbst nur bedingt die Chance &#8222;richtig&nbsp;zu kochen&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Viele Gastronomen er\u00f6ffnen einen Betrieb ohne Kochausbildung. Ist es m\u00f6glich, auch in solchen Betrieben eine Ausbildung zu machen?<\/strong><\/p>\n<p>Um ausbilden zu k\u00f6nnen braucht ein Koch einen Ausbilderschein, \u00fcber den die IHK entscheidet. Neben diesen personellen Voraussetzungen sind aber auch bestimmte Betriebsbedingungen entscheidend. Ist zum Beispiel schon auf der Speisekarte zu erkennen, dass ein Betrieb nur einen kleinen Teil der Ausbildungsinhalte abdeckt, ist er nicht als Ausbildungsbetrieb geeignet.<\/p>\n<p><strong>Angenommen ich kann gut kochen und habe gen\u00fcgend Startkapital f\u00fcr mein eigenes Restaurant. Warum sollte ich trotzdem eine Kochausbildung machen?<\/strong><\/p>\n<p>Wie in jedem anderen Bereich gibt es auch hier Naturtalente, die ohne Ausbildung Erfolg haben. Allerdings hat nicht jeder, der zu Hause gut kocht das Zeug zum Gastronom. In der Kochausbildung wird nicht nur das Handwerk des Kochens vermittelt, auch kaufm\u00e4nnische Aspekte und Service sind wichtige Bereiche der Ausbildung. Gerade am kaufm\u00e4nnischen Wissen scheitern viele Gr\u00fcnder in der Gastronomie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">In Deutschland gibt es rund 440.000 K\u00f6che. Doch wie wird man eigentlich Koch? 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