{"id":3646,"date":"2018-01-12T09:00:05","date_gmt":"2018-01-12T08:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/?p=3646"},"modified":"2020-08-24T10:35:49","modified_gmt":"2020-08-24T08:35:49","slug":"diese-5-huerden-stellt-der-staat-den-gastronomen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/diese-5-huerden-stellt-der-staat-den-gastronomen\/","title":{"rendered":"Diese 5 H\u00fcrden stellt der Staat den Gastronomen"},"content":{"rendered":"<p>Wer lange in der Gastronomie arbeitet, der tut das aus Leidenschaft. Harte Arbeitstage und Wochenendschichten sind in diesem Job n\u00e4mlich an der Tagesordnung. F\u00fcr Gastronomen kommen die rechtlichen Regulationen hinzu, die es einem erschweren k\u00f6nnen das eigene Gesch\u00e4ft zu etablieren.<\/p>\n<h2>Steuern<\/h2>\n<p>\u00dcber das <a href=\"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/das-mehrwertsteuer-dilemma-in-der-gastro-wer-muss-wie-viel-zahlen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mehrwertsteuer-Dilemma<\/a> in der Gastronomie haben wir schon ausf\u00fchrlich berichtet. Anstatt guten Service in der Gastro zu belohnen, wird dieser vom Staat st\u00e4rker besteuert. Wer mehr tut als nur Lebensmittel zu verkaufen, der darf nicht den verminderten Steuersatz von 7 Prozent auf Lebensmittel zahlen, sondern wird mit 19 Prozent zur Kasse gebeten.<\/p>\n<p>Eine Steuer die genauso nervig ist: Der Pauschalbetrag f\u00fcr Sachentnahmen. Der Staat geht n\u00e4mlich davon aus, dass Gastronomen in Ihrem eigenen Betrieb essen \u2013 und das nicht zu wenig. 3.242 Euro (Stand 2017) im Jahr, die Sie f\u00fcr Ihre Lebensmitteleink\u00e4ufe zahlen, d\u00fcrfen Sie daher nicht von der Steuer absetzen. Umgerechnet hei\u00dft das, dass Sie am Tag Lebensmittel f\u00fcr ganze 9 Euro selbst verzehren \u2013 und das nur im eigenen Betrieb. Diesen Betrag k\u00f6nnen sie verringern, indem Sie ganz genau aufschreiben, was Sie wann gegessen haben. Und damit w\u00e4ren wir auch schon bei der n\u00e4chsten nervigen H\u00fcrde.<\/p>\n<h2>Dokumentationspflicht<\/h2>\n<p>Mal ehrlich: Gibt es irgendetwas in Ihrem Betrieb, \u00fcber das Sie nicht Buch f\u00fchren m\u00fcssen? Von den Arbeitszeiten der Mitarbeiter \u00fcber heruntergefallene Lebensmittel bis hin zur letzten Reinigung des K\u00fchlschranks. Alles muss genaustens dokumentiert werden. Dass der Gastro-Betrieb ohnehin schon stressig genug ist und das st\u00e4ndige Dokumentieren von der eigentlichen Arbeit abh\u00e4lt, interessiert die Beh\u00f6rden nicht.<\/p>\n<h2>Pflichten in Bezug auf Personal<\/h2>\n<p>Ein gro\u00dfes Problem, \u00fcber das Cheers bereits berichtet hat, ist der <a href=\"https:\/\/www.gastro-hero.de\/cheers\/fachkraeftemangel-in-der-gastronomie-so-finden-sie-gute-mitarbeiter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fachkr\u00e4ftemangel in der Gastronomie<\/a>. Dieses Problem r\u00fchrt nicht alleine vom Staat her, doch dieser macht es Arbeitgebern und -nehmern nicht unbedingt leichter. Will ein Arbeitnehmer zum Beispiel l\u00e4ngere Schichten und daf\u00fcr an einem anderen Tag frei haben, ist das arbeitsschutzrechtlich nur schwer m\u00f6glich. Denn laut Arbeitsschutzgesetz darf eine Schicht nicht l\u00e4nger als 10 Stunden gehen und auch dass nur, wenn die durchschnittliche Arbeitszeit \u00fcber 24 Wochen die 8 Stunden nicht \u00fcberschreitet.<\/p>\n<h2>Lebensmittel- und Hygienevorschriften<\/h2>\n<p>Kein Gastronom m\u00f6chte seinen G\u00e4sten schlechtes Essen anbieten und dieses in einer dreckigen K\u00fcche zubereiten. Doch manche Lebensmittel- und Hygienevorschriften schie\u00dfen ein wenig \u00fcbers Ziel hinaus. Sie verursachen unn\u00f6tige Kosten und sorgen daf\u00fcr, dass viel zu viele Lebensmittel weggeschmissen werden. Einmal vergessen bei eingefrorenen Lebensmitteln das Datum zu vermerken, beim Frittieren die falsche Temperatur verwendet oder schlicht und zu viele Lebensmittel f\u00fcr den Tag einkalkuliert und schon ist das alles laut Staat ein Fall f\u00fcr die Tonne.<\/p>\n<h2>Rechtliche Fallen<\/h2>\n<p>Bei all diesen Regeln ist schnell klar: Als Gastronom kann man leicht in eine rechtliche Falle tappen. Es gibt so viele Gesetze und Vorschriften, dass es nahezu unm\u00f6glich scheint, alle zu kennen. Und st\u00e4ndig kommen neue dazu. Wer dann einmal an den falschen Pr\u00fcfer ger\u00e4t, bekommt eine Strafe f\u00fcr ein Verbrechen, von dem er bisher nicht mal wusste, dass es existiert. Hinzu kommen dreiste G\u00e4ste, die scheinbar nur darauf warten, Gastrobetriebe verklagen zu k\u00f6nnen. Das Beispiel des zu hei\u00dfen Kaffees bei McDonalds ist hier das prominenteste Beispiel. Besonders beliebt sind auch G\u00e4ste, die sich Essensreste einpacken, diese zu Hause nicht richtig k\u00fchlen und dann das Restaurant verklagen wollen, weil die Suppe nach drei Tagen bei Raumtemperatur verdorben ist.<\/p>\n<p>Die deutsche B\u00fcrokratie macht auch in der Gastronomie keine Ausnahmen. Einfach nur kochen und G\u00e4ste bewirten \u2013 das ist schon lange nicht mehr drin.<\/p>\n<h6>\u00a9 Photo by Geisteskerker on <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/en\/bureaucracy-aktenordner-paperwork-2106924\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pixabay<\/a><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Wer lange in der Gastronomie arbeitet, der tut das aus Leidenschaft. Harte Arbeitstage und Wochenendschichten sind in diesem Job n\u00e4mlich an der Tagesordnung. 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