In 4 Schritten zur perfekten Getränkekarte

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Wenn Sie Ihre Getränkekarte optimieren, können Sie damit Ihren Umsatz erhöhen. Von der Getränkeauswahl bis zur Gestaltung  erfahren Sie hier alles, was Sie wissen müssen, um das Beste aus Ihrer Karte zu machen.

1. Die richtigen Getränke auswählen

Bei der Auswahl ihrer Getränke kommt es in erster Linie darauf an, was für einen Gastro-Betrieb sie führen. Denn natürlich wird in einer Bar der Fokus auf andere Getränke gelegt als in einem Café oder Restaurant.

Bar

Die Getränke sind in einer Bar der wichtigste Faktor. Dementsprechend wird hier eine große Auswahl erwartet. Auf eine Barkarte gehören in jedem Fall Biere, Weine, Softdrinks, Spirituosen und gegebenenfalls auch Cocktails, Säfte und Heißgetränke. Hierbei sollten Sie sich ein schlüssiges Konzept überlegen. Handelt es sich bei Ihrem Betrieb beispielsweise um eine Cocktailbar, dann sollten sie hier die größte Vielfalt bieten. In diesem Fall reicht es, wenn sie einen guten Rot- und Weißwein sowie ein paar wenige lokale Biersorten im Sortiment haben. Denn wie wir in unserem Post zum Erstellen der perfekten Speisekarte schon erklärt haben, ist weniger oftmals mehr. Zu viel Auswahl wirkt oft verwirrend. Zudem können Sie sich bei einer geringeren Auswahl besser spezialisieren und Ihre Gäste damit auch besser beraten.

Restaurant

In einem Restaurant sollten die Getränke in erster Linie gut zum Essen passen. Bei einem Imbiss oder einem Betrieb, in dem die Gäste sich häufig etwas zum Mitnehmen holen, reicht es die gängigen Softdrinks und eine Biersorte auf der Karte zu haben. Wenn Ihre Gäste jedoch zum Essen bleiben, dann sollten Sie dazu eine größere Auswahl an Getränken anbieten. Orientieren Sie sich dabei einfach an Ihrem Gesamtkonzept. Wenn sie landestypische Küche anbieten, dann empfiehlt es sich, auch Getränke aus dem jeweiligen Land auf die Karte zu setzen. So gehören in einem italienischen Restaurant auch italienische Weine auf die Karte, während sich in einem spanischen Restaurant beispielsweise Sangria anbietet.

Café

Wie der Name schon verrät, sind Kaffeespezialitäten hier die wichtigsten Getränke. Doch auch andere Heißgetränke wie Tee oder heiße Schokolade gehören auf die Karte. Neben den gängigen Kaffeezubereitungen (Cappuccino, Latte Machiatto, Espresso, Café Creme, Milchkaffee, Filterkaffee) freuen viele Gäste sich über ein paar Besonderheiten. Peppen Sie Ihre Getränke mit etwas Sirup auf und bieten Mochaccino, Caramel Machiatto und co. an. Außerdem ist es nie verkehrt, eine Auswahl an Kaltgetränken auf der Karte zu haben. Wasser sollten Sie auf jeden Fall anbieten und auch Cola und andere Softdrinks sind im Café gerne gesehen.

2. Die richtigen Größen und Preise

Haben Sie eine Auswahl an Getränken getroffen, stellt sich die nächste Frage: Was sind die richtigen Preise? Zur Kalkulation haben wir bereits zwei nützliche Blogposts für Sie parat. Doch preispsychologisch können Sie noch ein wenig tricksen. Eine gute Möglichkeit dazu ist es, die Größen der Getränke geschickt zu wählen. Grundsätzlich bietet es sich an, große und kleine Größen (also z.B. 0,25 l und 0,4 l) mit auf die Karte zu nehmen. Der Gast orientiert sich an dem kleineren Preis und nimmt ihre Getränke so preiswerter wahr. Unterbewusst vergleichen Gäste die Preise in einem Restaurant mit den Standardpreisen, die sie für diese Getränke kennen. Die dazugehörigen Größen sind dabei oft nicht bekannt. Wenn Sie (z.B. in einem Café) sogar drei verschiedene Größen anbieten, so tritt der Platzierungseffekt ein und Ihr Gast entscheidet sich eher für das mittlere als für das günstigste Getränk.

3. Die richtige Gestaltung

Bei der Gestaltung Ihrer Karte stellen sich ein paar Grundfragen. Zunächst sollten Sie sich überlegen, ob Sie eine separate Getränkekarte möchten oder Ihre Getränke mit auf der Speisekarte führen. Das hängt unter anderem mit der Anzahl ihrer Getränke und Speisen zusammen. In einem Restaurant mit geringer Getränkeauswahl bietet es sich beispielsweise an, die Getränkekarte mit in die Speisekarte zu integrieren. Dasselbe gilt für eine Bar mit nur wenigen Speisen. In diesem Fall können Sie einen Snack-Bereich in Ihrer Getränkekarte einrichten. Für eine optisch ansprechende Gestaltung der Karte haben wir Ihnen bereits in unserem Beitrag zum Thema „Mehr Umsatz mit der Speisekarte“ hilfreiche Tipps gegeben, die Sie auch auf Ihre Getränkekarte anwenden können. Grundsätzlich ist es wichtig, dass das Design Ihrer Getränkekarte zu Ihrem Gesamtkonzept passt. Ob nun mit Ledereinband oder auf einfaches Papier gedruckt, wichtig ist, dass der Stil der Karte zum Stil Ihres Gastro-Betriebs passt. Wenn Sie selbst sich nicht mit der Gestaltung auskennen oder Ihnen schlicht und einfach die Zeit dafür fehlt, bietet es sich an, einen Profi zu engagieren. Eine günstige Alternative ist es, sich im Internet eine Vorlage zu suchen und diese anzupassen.

4. Unique Selling Points

Um Ihrer Karte den letzten Schliff zu verleihen, sollten Sie darüber nachdenken, was sie besonders macht. Was bekommen Ihre Gäste nur bei Ihnen? Hier kann es sich um ganz einfache Tricks handeln. Setzen sie zum Beispiel eine selbstgemachte Limo auf die Karte oder ersetzen Sie Coca Cola Softdrinks durch die Äquivalente einer jungen, modernen Marke. Ein weiteres Prinzip, das viele Gäste anlockt, ist eine Getränkeflatrate. Denken Sie außerdem daran, auch saisonale Angebote auf die Karte zu setzen. Im Sommer freuen sich Ihre Gäste eher über eine kühle Limo, im Winter über Ihren selbstgemachten Punsch. Damit Sie Ihre Karte nicht jede Saison erneuern müssen, können Sie einen extra Beileger zu Ihrer Getränkekarte platzieren. So kommt Ihren besonderen Angeboten zusätzlich mehr Aufmerksamkeit zu.

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