Lieferdienst und TakeAway als Alternative in der Corona Krise

von Joleen von CHEERS 16.092 views1

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Viele gastronomische Einrichtungen überlegen ein Lieferangebot bzw. Abholservice während der Corona-Krise einzurichten. Der Vorteil: Lebensmittel, Personal und Geräte können weiterhin sinnvoll genutzt werden und der Kunde kann weiterhin sein Lieblingsgericht essen. Doch gibt es auch Alternativen? Wie können Gastronomen jenseits des TakeAway und Lieferdienstes ihr Geschäft aufrechterhalten? Wir zeigen Ihnen ein paar kreative Ideen Ihrer Kollegen.

Auch Sie möchten Ihren gastronomischen Betrieb kurzfristig zum Liefer- & Abholservice umstellen? Wir stehen aktuell im Austausch mit einigen Anbietern, um Ihnen beste Konditionen zu sichern. Hier bleiben Sie auf dem Laufenden.

Wie Sie wissen, wird dieses online Magazin von GastroHero betrieben. In dieser Zeit ist finanzielle Unterstützung für Gastronomen wohl am Wichtigsten. Deshalb haben wir uns dazu entschieden einen kleinen Beitrag zu leisten und allen CHEERS Lesern einen 15% Rabatt Gutschein für unseren Online Shop für professionellen Gastronomiebedarf zu schenken. Einlösbar ist dieser Gutschein bis Ende des Jahres. Wir hoffen, damit beim Geschäftsaufbau nach Corona unterstützen zu können!
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Zurück zum Thema Lieferdienst. Folgende Tipps und Hinweise finden Sie in diesem Beitrag:

  1. Die Rahmenbedingungen eines Liefergeschäftes
  2. Passende Apps
  3. Werbevorlagen für die Gastronomie
  4. Benötigte Produkte für einen Lieferdienst
  5. Weitere Ideen

Welche Bedingungen muss ich als Gastronom erfüllen?

Über unsere kostenlose Hilfe Hotline haben wir uns mit Ihnen bereits zu diesem Thema ausgetauscht. Viele von Ihnen waren sich nicht sicher, was sie denn überhaupt tun müssten, um einen Lieferdienst kurzfristig zu eröffnen. Das konnten wir auch nicht beantworten, aber wir haben für sie recherchiert:

Lage & Liefergebiet
Bedenken Sie die Lage und das Einzugsgebiet Ihres Restaurants. Bis zu welcher Entfernung können Sie liefern, ohne allzu große Qualitätsverluste oder ein kaltes Essen zu riskieren? Kommunizieren Sie die Einschränkungen online auf Ihrer Website oder bei Facebook & Instagram.

Passender Anbieter
Um nicht alles alleine stemmen zu müssen, lohnt es sich mit einem App-Anbieter zusammenzuarbeiten. Weil die Wahl des richtigen Anbieters der entscheidende Erfolgsfaktor ist, gehen wir darauf gesondert in einem eigenen Kapitel ein. Hier kommen Sie direkt dorthin.

Vorbestellungen
Vorbestellungen zu sammeln kann sich lohnen. Einige Kunden liegen womöglich auf dem selbem Weg. Informieren Sie Ihre Kunden über Social Media und Ihre Website bis wann Sie Vorbestellungen für das Abendessen oder den Mittagstisch entgegennehmen.

Genehmigungen
In den meisten Bundesländern ist eine zusätzliche Konzession ist nicht erforderlich. Es wird lediglich ein Gewerbeschein vorausgesetzt, der in aller Regel durch den Betrieb Ihres Gastronomiebetriebes sowieso bereits vorhanden ist. Auch Lieferboten benötigen keine Konzession.

Hygieneanforderung
Selbstverständlich unterliegen Sie mit Ihrem Liefer- & Abholservice auch den Bestimmungen des Lebensmittel- und Hygienerechts und der Lebensmittelüberwachung. Halten Sie die Vorschriften bzgl. der Räume, des Eigenkotrollsystems (HACCP) und Personalschulungen (§4 LMHV-Schulung) ein. Achten sie darauf, dass in der aktuellen Corona-Situation viele Vorschriften verschärft wurden.

Abholservice / Take Away
Am besten sind Sie und Ihre Gäste vor einer Infektion geschützt, wenn letztere das Lokal gar nicht erst betreten. Richten Sie dafür eine Theke an der Eingangstür oder über ein Fenster ein.

Fahrzeuge zum Transport
Für weitere Strecken ist ein Auto zu empfehlen, doch gerade in Großstädten werden immer mehr Lieferdienste auf kleinen Rollern und Fahrrädern angeboten. Elektrofahrräder können Ihrem Lieferboten helfen anstrengende Strecken schneller und müheloser zurückzulegen. Doch auch das klassische Fahrrad ist bereits ein hilfreicher Anfang für den Lieferservice.

Zahlmöglichkeiten
Viele Kunden bevorzugen aktuell elektronische Zahlungsmöglichkeiten – sei dies per Kreditkarte, EC-Karte oder PayPal. Viele Karten haben bereits die Möglichkeit, kontaktlos zu zahlen. Gerade bei der aktuellen Infektionsgefahr wird dazu geraten, auf Bargeld zu verzichten!

Steuern
Essen, das geliefert oder abgeholt wird muss lediglich mit 7 % besteuert werden. Achten Sie bei Ihren erstellten Bons darauf, dass die Angabe korrekt ist. Die steuerliche Entlastung können Sie nutzen, um Sie dem Gast weiter zu geben und das Essen günstiger anzubieten oder um Ihren Gewinn zu steigern.

Passende Apps

Listung bei Lieferando & Co.
Lieferando gehört zur niederländsichen Takeaway.com und ist in der Lieferservice-Branche fast der alleinige Marktführer in Europa. Eine Listung bei Lieferando bietet viele Vorteile, dennoch ist dieser Service mit vergleichsweise hohen Kosten in Form einer prozentualen Provision verbunden. Lieferando ist in der gesamten DACH-Region aktiv.

Was sind die Vorteile? Lieferando setzt eigene Fahrer ein, die das Essen abholen und zum Kunden liefern. Das heißt, Sie müssen sich lediglich um die Zubereitung kümmern. Der Kunde bestellt in der Regel per App oder Online, Sie erhalten eine Benachrichtigung über ein Bon-System. Der Kunde kann entscheiden, ob er das Essen selbst abholen oder geliefert haben möchte.

Was sind die Nachteile? Lieferando erwartet für jede Bestellvermittlung eine Provision. Unseren letzten Angaben nach waren das 15 % (Keine Gewähr) pro Bestellung und die Einrichtung kann ein paar Tage dauern.

Schnell und günstig: Das beste Angebot

Wir wären nicht GastroHero, wenn wir uns nicht direkt auf die Suche nach besseren Alternativen begeben hätten. Und zwar stehen wir im Austausch mit passenden Anbietern und versuchen Ihnen Sonderkonditionen zu sichern. Sie können hier direkt Ihre E-Mail eintragen und wir informieren Sie über exklusive Angebote zu Lieferdiensten und Apps:

Werbevorlagen für die Gastronomie

Ihr neuer Lieferdienst ist erst dann eine gute Alternative, wenn Ihre Kundschaft auch davon erfährt.

Das Budget für Marketing Werbung ist selbst in normalen Zeiten sehr knapp. Gute Werbung muss allerdings nicht teuer sein. Aktualisieren Sie Ihre Website und machen online auf Ihr vorübergehendes Angebot aufmerksam. Idealerweise stellen Sie die aktuelle Karte online, sodass die Nutzer direkt wissen, was Sie heute anbieten.

Facebook, Instagram, WhatsApp: All das hilft Ihnen, Ihr Angebot an die Zielgruppe zu bringen. Nutzen Sie die Möglichkeiten der Social Media Kanäle und erstellen Sie Storys und Posts.

Wir haben Ihnen Grafiken vorbereitet, was Sie ausdrucken und an Ihren Laden hängen können. So wissen alle, dass Sie auch weiterhin bei Ihnen bestellen können:

Gerne bereiten wir noch weitere Vorlagen vor. Schauen Sie einfach bald wieder hier vorbei. Wir hoffen, dass sich hieraus eine wahre Initiative entwickelt! #supportyourgastro #heldenzeiten #standtogether

Benötigte Produkte für einen Lieferdienst

Je nach Essensangebot empfehlen wir unterschiedliche Formen der Verpackungen. Für Pizzen und Pizzabrötchen eignen sich die klassischen Pizzakartons. Gerichte zum Auffüllen können in einer Menübox aus Pappe oder EPS (Expandiertes Polystyrol) mit mehreren Fächern bzw. Kammern transportiert werden. Auch wenn es aus Umweltsicht gerade nicht sinnvoll ist, so raten wir von Mehrwegpackungen oder selbst mitgebrachten Dosen und Behältern ab. Sie erhöhen das Infektionsrisiko.

Fragen Sie nach, ob Einwegbesteck und Servietten nötig sind und geben Sie diese nicht pauschal bei. Das spart Geld und schont die Umwelt. In der Regel haben Ihre Kunden Besteck Zuhause.

Wir haben für Sie Produkte aus den unterschiedlichen Kategorien gebündelt und ein passendes Sortiment zusammengestellt:

Passende Produkte online bestellbar

Weitere Ideen

Viele Restaurants stellen derzeit aus der Not heraus auf Liefer- und Abholservices um. Doch welche Möglichkeiten gibt es noch? Wir haben ein paar kreative und inspirierende Ideen für Sie zusammengetragen.

Virtuelle Getränke
Der Merkurist berichtet von einer Bar, deren Stammkunden eine Rettungsaktion ins Leben gerufen haben. Über die Plattform betterplace können Kunden und Freunde der Einrichtung virtuelle Biere bestellen. Das Geld geht in Form einer Spende an die Besitzer der Bar.

Kochkurse per Webcam
Bieten Sie ein Live Cooking in Ihrer Küche per Webcam an inkl. Kockkurs. So können Sie Ihren virtuellen Gästen den ein oder anderen kulinarischen Tipp vom Profi mitgeben. Ebenso können Sie 1×1-Kochkurse anbieten. Ob und wie viel dieser Dienst kosten soll, entscheiden Sie. Eventuell könnte auch ein Spendenmodell hilfreich sein.

Kochboxen
Ihr Großhändler beliefert Sie weiterhin mit frischem Obst, Gemüse und Fleisch? Stellen Sie daraus Kochboxen zusammen, die Ihre Kunden tagsüber abholen können. Abends bieten Sie dann einen Onlinekurs per Webcam an, in dem gemeinsam gekocht wird.

Hoffentlich konnten wir Ihnen bereits ein paar Antworten auf Ihre Fragen geben. Hier gelangen Sie zu unserem Übersichtsartikel mit allen Informationen rund um Corona in der Gastronomie. Uns interessiert natürlich Ihre Meinung zu dem Thema. Schreiben Sie uns doch gerne einen Kommentar zu Ihrer aktuellen Situation, rufen Sie unsere Hotline an oder schreiben Sie uns im Live-Chat!

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